Sprengstoff

Hier geht es ausschließlich um die Bücher von Richard Bachman,Tabitha King, Joe Hill, Owen King, Peter Straub, John Swithen, Ridley Pearson, Stewart O´Nan und Richard Dooling

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Re: Sprengstoff

Beitragvon Vermis » Sa 26.Mär.2016 13:25

ConstantReader93 hat geschrieben:...hat sich am Anfang ziemlich gezogen und wurde erst gegen Ende wirklich spannend...da fand ich "Menschenjagd" zum Beispiel viel temporeicher.


Nun, Menschenjagd ist wirklich eine Temporeiche Erzählung (wurde ja auch in nur einer Woche geschrieben), aber in Sprengstoff geht es hauptsächlich um das Innenleben von Dawes und das langsame Abgleiten in den Wahnsinn. Und das äußerst gelungen, auch wenn es einen wirklich runterziehen kann, weil es nunmal von Anfang an Trostlos und Düster ist.
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Re: Sprengstoff

Beitragvon ConstantReader93 » Sa 26.Mär.2016 13:31

Vermis hat geschrieben: ...auch wenn es einen wirklich runterziehen kann, weil es nunmal von Anfang an Trostlos und Düster ist.


Vielleicht lag's auch daran...oder ich hatte bei einem Bachman-Buch einfach ne andere Erwartungshaltung. ;)
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Re: Sprengstoff

Beitragvon Walter_Brennan » Di 12.Apr.2016 09:19

Sprengstoff ist für mich die beste der Bachman-Stories. Auch weil es etwas anders, wie z.B. "Menschenjagd" oder "Todesmarsch" ist. ===>>> siehe Vermis :schnief:
Vermis hat geschrieben:auch wenn es einen wirklich runterziehen kann, weil es nunmal von Anfang an Trostlos und Düster ist.

ConstantReader93 hat geschrieben:Von den Bachman-Büchern fand ich "Sprengstoff" ziemlich schwach...hat sich am Anfang ziemlich gezogen und wurde erst gegen Ende wirklich spannend...da fand ich "Menschenjagd" zum Beispiel viel temporeicher.

Es stimmt vielleicht, dass "Sprengstoff" nicht gerade vor Elan und Tempo strotzt, aber das macht für mich gerade die Glaubwürdigkeit des Charakters "Bart Dawes" und der Story an sich aus.
Die Qualität einer Geschichte kann ich doch nicht in Geschwindigkeit messen...
...gerade bei Dawes, der eigentlich ein stiller Zeitgenosse ist, käme das unglaubwürdig. Er wirkt auf mich sehr authentisch, gerade weil er ursprünglich ein ganz "normaler, langweiliger" Zeitgenosse ist, der zu jemanden mutiert, den er selber zu Zeiten seines geregelten Familienlebens zutiefst abgelehnt hätte. Was ist nötig um jemanden so zu wandeln? Wie muss das Schicksal einen treffen? Wo ist die Hemmschwelle für unrechtmäßiges, unverständliches Handeln, dass letztendlich so ausufert, dass es kein Zurück oder einen Ausweg gibt? Das ist für mich das Spannende an diesem Roman.
Und wie bei vielen Geschichten finde ich auch, dass es auf das Alter des Lesers drauf ankommt, wie eine Story wirkt. Ich war bereits über 50 J., als ich "Sprengstoff" zum ersten mal las.
Auf den jungen Walter Brennan hätte die Story sicher auch anders gewirkt, als jetzt auf den Alten. 8)
Das ganze Leben zerbricht vor deinen Augen und niemand ist da, der dich auffängt, dich versteht, dir auch nur zuhören will...(außer Olivia)
Vermis hat geschrieben:aber in Sprengstoff geht es hauptsächlich um das Innenleben von Dawes und das langsame Abgleiten in den Wahnsinn.

Wahnsinn würde ich das deshalb nicht nennen, sondern letzte Konsequenz, auch wenn man das in der Form natürlich nicht billigen kann.
Es gibt im Forum auch einen Thread: "Mit wem würdest du gern einen trinken gehen?" Da stände Bart mit Sicherheit ganz oben - vielleicht würde es ihm helfen...

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