Love (Lisey´s Story)

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Moderator: Heiger

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon Steven » Mo 02.Feb.2009 21:14

So. Gestern ebenfalls ausgelesen. Mir gefiel LOVE ziemlich gut, wenngleich jetzt die großen Spannungs- oder Horror-Momente ausblieben. Inhaltlich eher mittelmäßig, war die Sprache doch hier besonders herrausragend.
Steven
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon Larry Underwood » Mo 02.Feb.2009 21:22

Bei Love besinnt sich King auf seine Stärke, die Charakterzeichnung. Keine übersinnlichen Aufmacher, die die Geschichte interessant machen sollen.
Dieses King Buch sucht seinesgleichen, endlich ist eine Geschichte anspruchsvoller als Normal-Werke.
Nun liegt "Wahn" bei mir bereit. Hoffe, dass King hier auch erwachsen bleibt.
Larry Underwood
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon Johannes » Sa 07.Feb.2009 13:36

Ich fand Love sehr spannend. Und ich fand nicht das der Horror in dieser Geschichte gefehlt hat. Es war halt eher die Art von Horror die ohne irgendwelche Monster und Ungeheuer auskommt. ;) auf jedenfall fand ich das Buch sehr empfehlenswert :D
mfg der Joo
Johannes
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon MercuryX » Sa 07.Feb.2009 19:51

Johannes hat geschrieben:Es war halt eher die Art von Horror die ohne irgendwelche Monster und Ungeheuer auskommt.

Wenn man mal vom Long Boy absieht, dann hast Du recht. :wink:
MercuryX
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon monstermotte » Mi 11.Feb.2009 09:32

ich hab 300 seiten hinter mir und fühle mich als wäre ich immer noch in der vorgeschichte...

weiß nicht ob ich es weglegen, oder durchziehen soll...

sehr komisch das buch, NICHT im sinne von witzig...
monstermotte
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon Morgaine le Fay » Mi 11.Feb.2009 11:58

Zieh's durch. ;) Ich musste mich anfangs auch etwas durchkämpfen, aber danach ist es zu einem meiner Lieblingsbücher geworden. ^^ Allerdings weiß ich nicht mehr, wie lange ich kämpfen musste. :roll: Hoffe, du findest noch Freude an dem Buch!
Morgaine le Fay
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon Nikolai » Mi 11.Feb.2009 17:25

Ich fands am Anfang auch etwas schleppend, aber bei mir gings dann doch schnell weiter, hatte es in 4 Tagen ausgelesen, und so wurde das Buch auch bei mir zu einem meiner Lieblinge !
Nikolai
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon samIamsad » Mi 18.Feb.2009 23:26

Das ist jetzt mein ersters King-Buch seit..... puh. Vier Jahren? Fünf? Für 9,95€ mal mitgenommen. Mir fehlen auch noch so zweieinhalb Bände vom Dunklen Turm. Nicht, dass ich dann auch nur annähernd jeden Roman gelesen hätte. Aber ich glaube, jetzt nach 250 Seiten in zwei Tagen (eher Nächten) bin ich wieder ein bisschen drin, im Kingschen Kosmos. Werde mich hüten, jetzt in diesem Thread weiter zu schmökern. Keinen blassen Schimmer, worauf dieser Roman wirklich hinausläuft. Aber er ist anders. Ganz anders.

Ich war ja schon etwas erstaunt, als ich hier mal die Liste der in den letzten Jahren veröffentlichten Romane durchging. Dabei hieß es damals noch, Stephen King wolle so langsam mal aufhören. Wohl kaum mit dem Schreiben. Aber mit dem Veröffentlichen. Tse! :mrgreen:
samIamsad
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon samIamsad » So 22.Feb.2009 21:36

Larry Underwood hat geschrieben:Daher auch mein Überraschtsein beim und nach dem Lesen von Love. Hier ist eindeutig ein noch sprachsicherer King am Werk, der erkannt hat, dass man heutzutage immer weniger mit fantastischem Horror überrascht. Der beste Horror findet in Andeutungen statt, wobei "Love" ja kaum auf Horror-Anteile aus ist. Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art, so könnte man vielleicht der Rahmen des Buchs umschreiben.


SPOILER INSIDE: Au contraire. Über 350 Seiten wird das Monster im Dunklen nur angedeutet, und der Roman kann eigentlich jede Richtung nehmen. Das Ding mit der gescheckten Seite - Hirngespinst, real oder...? Die von der Protagonistin gefühlte Schnitzeljagd ihres verstorbenen Gatten - Produkt eines trauernden Verstandes, Wirklichkeit oder...? Aber das hier ist King-Land. Natürlich ist das Monster ein Monster. Die Bösmülligkeit ist ein echter Dämon. Türen in andere Welten sind überall. Und metaphorische Gedankenpools sind gleichzeitig Becken voller magischem Wunderheilwasser. Alles beim Alten, war klar.

Mochte den Roman übrigens recht gerne lesen. Eigentlich von Anfang an. Aber manchmal wünschte man sich wirklich, die Dinge würden sich so clever entwickeln, wie sie angedeutet werden. King kann irgendwie kaum anders. Am Ende gibt es dann doch eigentlich immer das rihiesige Vieh mit den rihiesigen Zähnen, das im Dunkeln lauert. Wobei es natürlich immer der Subtext ist, der dieses Vieh funktionieren lässt. Oder nicht. Ein wichtiger Grund dafür, dass meisten King-Verfilmungen gründlich in die Hose gegangen sind, da anscheinend kaum jemand der Beteiligten verstanden hat, warum die jeweilige King-Geschichte eigentlich funktioniert. Blut, Monster und Spezialeffekte an sich sind es jedenfalls nicht. In Love hatte diese Parallelwelt ein bisschen was von Lovecraft. Geht klar.


PS: King schreibt über nichts besser als über Kindsein und Kinder allgemein. Und irgendwie funktionieren die Spoiler-Tags auf den ersten paar Seiten dieses Threads nicht mehr - Texte werden nicht mehr versteckt. Könnte mir vorstellen, dass die Forensoftware mal gewechselt wurde in letzter Zeit. Ein bisschen ärgerlich, da ich gerade beim Schmökern in diesem Thread über einen verschmickten Spoiler betreffend des ENDES-DER-TURM-SAGA™ (SCHOCK!) gestolpert bin. Der steht da so. Splitterfasernackt. Wenn ich jetzt in einen DT-Thread schaue, erwarte ich auch DT-Spoiler galore, ob die jetzt getagt sind oder nicht. Aber hier? Am besten gleich hinter den Purpurnen damit. Sie wurden gewarnt. :D
samIamsad
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon Zar » Mo 23.Feb.2009 12:40

da liegt für mich auch einer der Knackpunkte bei diesem Buch, die stärksten Passagen sind meiner Ansicht nach die Beschreibungen der Kindheit, die Bösmülligkeit, ein passender Begriff, weil ein Kinderverstand das irgendwie verarbeiten muss

natürlich gibt es gute Momente wenn es um die Liebe und das Verstehen von Lisey und ihren Mann geht, aber die ist für mich fast nebensächlich

ich bin, wie ja schon vorher erwähnt, nicht so begeistert von dem Buch - aber die Kindheit der beiden Brüder ist echt heftig gewesen


Für mich sind tatsächlich die anderen "Frauenbücher" wie Dolores oder das Bild besser - halt wie immer - persönlicher Geschmack :)
Zar
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon samIamsad » Di 24.Feb.2009 01:33

Zar hat geschrieben:natürlich gibt es gute Momente wenn es um die Liebe und das Verstehen von Lisey und ihren Mann geht, aber die ist für mich fast nebensächlich



Für King offenbar auch. Nein, stop. So darf man das auch wieder nicht sagen. Immerhin ist die Beziehung zwischen Lisey und ihrem Ehemann das zentrale Thema des Buches. Aber ein bisschen leidet die Geschichte auch darunter, dass hier mindestens drei Subplots erzählt werden, die fast ein bisschen wie drei separate Geschichten wirken: die Katatonie der Schwester, die Beziehungskiste und natürlich der Deep Space Cowboy, der Psycho, der noch ein paar Thriller-Elemente reinbringt. Oder sowas. Das Buch pendelt ständig irgendwo zwischen typischen King-Erzählungen und Charakterstudie. Zwischen Gruselmärchen und Psychodrama und Familiengeschichte und den Szenen einer Ehe und der Twilight Zone. Es fehlt manchmal der Fokus. Am Ende passt es schon zusammen, irgendwie. Auch wenn es manchmal schon ein wenig knirscht und kracht.

So hat der Roman auch eigentlich keinen wirklichen Höhepunkt. Die letzte Auseinandersetzung mit Zak McCool ist keiner: King hat ihn vorher gefühlte 300 Seiten lang von der Bildfläche verschwinden lassen müssen, und diese ganze Stalker-Geschichte endgültig zum Nebenschauplatz degradiert, weil er sich noch um Flashbacks kümmerte. Musste er ja auch. So viele begonnene Handlungsfäden, so wenig Zeit übrig. Oder Papier. Was auch immer.

Die letzte Beichte von Liseys Mann ist es auch nicht: King hat schon lange vorher erzählt, was eigentlich passiert ist, und wiederholt hier nur das, was er schon vorher gesagt hat. In eindeutigeren Worten. Am Ende löst das Buch in kurzer Zeit all die Handlungsfäden auf, die zeitweilig fast eher miteinander konkurrieren als zusammenzuarbeiten. Konkurrieren tun sie natürlich nicht so sehr in den Aspekten der Logik, denn natürlich verknüpft King all seine Fäden irgendwann. Ich meine das wirklich rein dramaturgisch gesehen. Trotzdem gelingt ein würdiger Abschluss. Gerade auf den letzten zwei, drei Seiten. Und das Ding mit der gescheckten Seite ist hier irgendwie auch um Längen unheimlicher, als ein Kapitel zuvor noch: nur ein Schemen, der sich auf gespiegelten Oberflächen zeigt. Als kleine Erinnerung für Little Lisey: "Du wirst beobachtet, Mädchen."

Auch wenns gerade nicht so klingt: Ich mag das Buch schon. Mehr als Duddits. Mehr als den Buick. Um hier mal die beiden aktuellsten King-Romane zu nennen, die ich gelesen habe. Ich beging nicht den Fehler, die Inhaltsangabe zu lesen. Nachdem ich das getan habe, irgendwo gegen Ende: Diese Dinger gehören auf diese Art in kein Buch. Ganz ehrlich. Ich hatte keinen blassen Schimmer, um was es geht. Außer um einen verstorbenen Autor und dessen "Nachlass", der in seiner Frau Erinnerungen weckt. Schreckliche Erinnerungen. Das reicht ja auch vollkommen. Ich fuhr gut damit. Denn schon während den ersten 200 Seiten, in denen die Witwe abends alleine ihr großes Haus durchstreift, ständig die Stimme ihres Mannes hört und glaubt, sich unaussprechliche Dinge einzubilden, musste ich wissen, was in dieser Geschichte passieren wird. Ach ja, und es tat gut, mal wieder einen King zu lesen. In dieser Form: Weiterschreiben, bitte.
samIamsad
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon Cocoon » Mi 22.Apr.2009 16:07

Vielleicht bin ich mit den falschen Erwartungen ran gegangen. Aber ich konnte mit dem Buch eigentlich nicht viel anfangen. Habs halt fertig gelesen.

Muss dazu aber auch sagen, dass ich kein "Dauerleser" bin und auch Bücher nicht mehrfach lesen muss. Ich will mich einfach nur unterhalten lassen, gruseln, rätseln, wie es weitergeht. Mehr nicht.

Und "Love" ist kein solcher Roman. Ich hab beispielsweise überhaupt nicht kapiert,
Spoiler: zeigen
wie jetzt der Irre, der Lisas Brust "beschädigt hat", umgebracht wurde. Im Traumland? Und wo ist die Leiche im Haus? Kapier ich einfach nicht.
Die Idee, die hinter dem Buch steht, finde ich schon genial, aber als Ab-und-zu-mal-30-Seiten-zum-Einschlafen-Leser ist das Buch definitiv nicht geeignet.

Nachdem ich das Buch mit den restlichen 100 Seiten im Urlaub am Strand fertiggelesen habe, muss ich auch festhalten, dass sich die Spannung in Grenzen gehalten hat. Ich konnte mir unter dem "Traumland" absolut nix vorstellen.
Dann schon lieber so lange Schinken wie "Es" oder "The Stand". Die haben mich mehr gefesselt. Oder auch der "Dunkle Turm", wobei der Schreibstil ab ca. der Hälfte auch dort irgendwie "anders" ist. Ist Herr King tatsächlich "geworden"?

Aber das Wort "Bösmülligkeit" hat mir echt gefallen, findet sogar Verwendung im Alltag...
Cocoon
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon -Thorsten- » Sa 13.Jun.2009 17:32

Hab jetzt LOVE zu Ende gelesen und muss erstmal sagen, dass Love schwer zu bewerten ist. Auf der einen Seite waren die Geschehnisse um Amanda und das Verhältnis der Schwestern untereinander sehr gut geschrieben, auch wie der Zack Lisey bedroht hat war sehr spannend jedoch gab es zwischen durch einfach einige Seiten, die zu langatmig waren. Neben den anderen Romanen mit einer weiblichen Hauptperson wie Dolores, Das Bild oder Das Spiel sieht Love leider nicht so gut aus. An den spannenden Bücher Dolores und Das Bild kommt Love ran. Wenn man Love ein bisschen gekürtzt hätte, dann wäre er top gewesen, somit ist der Roman einfach nur gut. 7/10
King Quiz 6/20
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Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon varg » Fr 25.Dez.2009 18:58

Boah hilfe! Kann mich bitte jemand dazu animieren weiterzulesen. Hab mich jetzt durch ca. 300 (gefühlte 1000) Seiten durchgekämpft und finde es bisher einfach nur langweilig. Die Charaktere gehen einem so am A... vorbei und die Geschichte is so seltsam. Ich möchte ungern aufhören, da viele Kingbücher bekanntlich erst später richtig gut werden - aber ich weiß nicht ob ichs schaff. Also meine Frage, lohnt es sich dran zu bleiben?
varg
 

Re: Love (Lisey´s Story)

Beitragvon C.Gomoll » Fr 25.Dez.2009 19:32

varg hat geschrieben:Boah hilfe! Kann mich bitte jemand dazu animieren weiterzulesen. Hab mich jetzt durch ca. 300 (gefühlte 1000) Seiten durchgekämpft und finde es bisher einfach nur langweilig. Die Charaktere gehen einem so am A... vorbei und die Geschichte is so seltsam. Ich möchte ungern aufhören, da viele Kingbücher bekanntlich erst später richtig gut werden - aber ich weiß nicht ob ichs schaff. Also meine Frage, lohnt es sich dran zu bleiben?
:star: :!: auf jeden fall weiterlesen es lohnt sich!!!! dieses buch ist seeeehr gut auch wenns vll erst später interesssant wird :!: :star:

wünsch dir viel spaß bei dem buch mir hats gefallen^^


mfg Claudia
C.Gomoll
 

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