The Stand - Das letzte Gefecht

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Moderator: Heiger

The Stand symbolisch?

Beitragvon unbekannt » Di 20.Feb.2001 20:13

Alle die The Stand gelesen haben, wissen, dass es darin um den Kampf von Gut gegen Böse geht. Auffallend ist dabei, dass die Guten, nachdem fast alle Menschen von einem Virus ausgelöscht worden sind, versuchen eine Demokratie auf die Beine zu stellen und mit allerlei Problemen zu kämpfen haben, die es in einer Demokratie eben gibt. Bei ihnen herrscht ein ziemliches Chaos, aber am Ende siegen sie dennoch. Die Bösen hingegen, angeführt von R. Flagg betreiben so etwas wie eine Diktatur: Flagg hat alle Macht, jeder, der anders denkt, wird umgelegt. Im Westen, wo Flagg regiert, hat alles eine faszinierende Ordnung, die Straßen sind sauber, alle haben zu Essen... und doch verlieren sie den Kampf. Warum? Sie besiegen sich selbst. Am Ende ist es ein geistig zurückgebliebener, der seinem Anführer in blinder Liebe eigentlich nur ein Geschenk machen will, ihn dabei aber versehentlich umbringt. Was soll das bedeuten? Ich würde sagen, das bedeutet, dass die Menschen, die in einer Diktatur leben und keine Möglichkeit haben sich eine eigene Meinung zu bilden, auch nicht fähig sind Entscheidungen zu treffen. Es bedeutet, dass sich eine Diktatur früher oder später seine eigene Grube gräbt. Wenn man sich das so überlegt, drängt sich der Gedanke, dass The Stand symbolisch für den Kalten Krieg steht, geradezu auf: Gut gegen Böse, Amerika gegen Russland. King behauptet also, dass Russland sich durch sein System letztendlich selbst k.o. schlagen wird (und damit hat King ja mehr oder weniger Recht, wie die Geschichte beweist). Da King The Stand in der Zeit des Kalten Krieges geschrieben hat und unter daraus resultierenden Problemen hat leiden müssen, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass King in Wirklichkeit an den Kalten Krieg gedacht hat, als er den Wälzer geschrieben hat. Ist es nicht eine Atombombe, die Flagg am Ende besiegt? Und denken wir bei dem Stichwort Atombombe nicht automatisch an den Kalten Krieg? Ich würde King gerne einmal fragen, ob ich mit dieser These Recht habe. Was haltet ihr davon?
unbekannt
 

The Stand symbolisch?

Beitragvon unbekannt » Di 20.Feb.2001 21:28

Is bestimmt was wahres dran, hab ich mir auch gedacht.
Aber bitte, @Moritz: Schreib nicht so viel am Stück, das überlastet meine Gehirnzellen (oder mach wenigstens Absätze!)!
Bild Blue

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Du wirst dich wundern, was du alles überleben kannst...
unbekannt
 

The Stand symbolisch?

Beitragvon unbekannt » Di 20.Feb.2001 21:30

Hmmmmmmm, gute Frage Moritz. Auch für mich , da ich ursprunglich aus Rußland komme Bild

Es könnte natürlich stimmen, ehrlich gesagt, weiß ich es nicht genau. King persönlich würde es besser erklären. ABER...In "Dance Macabre" schreibt er sowas ähnliches. Am Anfang: "Für mich begann der Horror......als die Russen einen Weltraumsatelliten in die Erdumlaufbahn geschossen habe. Sie nennen ihn..Sputnik" Und dann erzählt er über Kriegsbabys, Patriotismus, nationaler Selbstüberhebung und Pioniergeist. Du musst mal es durchlesen, falls noch nicht geschehen. Ehrlich gesagt, daß was er dort beschreibt, kenn ich auch, denn wir wurden auch so erzogen, von wegen "alle sind Schlecht, wir sind gut".

Also kann deine These auch stimmen, aber... es gibt immer ABER Bild Wie gesagt ließ es mal den Kapitel"Der 4.Oktober 1957 und eine Einladung zum Tanz" in "Dance Macabre" durch
unbekannt
 

The Stand symbolisch?

Beitragvon unbekannt » Di 20.Feb.2001 23:29

Hallo Moritz!

Sei auch von mir begrüßt!

Also: Deiner grundsätzlichen These würde ich zustimmen. Es geht auch um Demokratie und Diktatur, um freies Denken und Handeln und um Einschüchterung durch Gewalt.
ABER: meinst Du wirklich, jemand kann gemeint haben, dass in der (ehemaligen) alles wunderbar funktionierte und eine wunderbare Ordnung hatte? Spätestens seit 1986 (Tschernobyl) war doch klar, dass dem mitnichten so ist!

Oder bin ich jetzt etwas blauäugig und sehe das alles bereits in der Rückschau ohne die damalige Gemütslage nachvollziehen zu können?

Gruß,
Gloria
unbekannt
 

The Stand symbolisch?

Beitragvon unbekannt » Mi 21.Feb.2001 00:41

Also ich glaube auch dass Moritz grösstenteils mit seiner These recht hat, King verarbeitet viele Kindheitserinnerungen und Traumata die er hat, hat er bei Stand by me auch zugegeben, auch wenn die erinnerungen nicht absichtlich eingebracht werden, ich denke dass jeder Amerikaner vor den bösen Kommunisten gewarnt wurde, und Vietnam, bzw. die Schweinebucht hat dass Volk auch lange traumatisiert dass das bewusst oder unbewust in Romane einfliest ist völlig normal, denkt nicht jeder von uns, eine demokratie funktioniert besser als jede andere Staatsform ? In dem jahr in dem The Stand entstand, 1978 glaub ich, gab es ja noch massig Diktaturen auf der Welt, und gerade Amerika lag mit vielen im Clinch und die Angst vor Krieg (Atomkrieg) herrschte im ganzen Land noch vor, vorallem da Vietnam (ein anderes King Trauma ?? ) noch nicht vergessen war. Es gab Börsenkrachs und Ölkrisen. Wie anders kann ein (politisch Interessierter) Schrifftsteller mit seinen Ängsten umgehen als sie in einem Roman zu verarbeiten. Und bevor gar nichts mehr hilft bringen wir eben alle um, bis auf ein paar, und machen einen tollen Neuanfang, ohne Kommunisten Diktatoren und Umweltverschmutzern !!! Gruss, SCHNIE.
unbekannt
 

An Fans/Gegner von "The Stand"

Beitragvon lyrejuenger » Di 12.Jun.2001 17:42

The Stand. Ich kann mich als Fan dieses Buches betiteln, denn es gefällt mir sehr gut. Empfehlen kann ich es Dir auch. Was es zu was Besonderem macht musst Du wohl selbst rausfinden, denn ich denke, dass jeder etwas anders darüber denkt... sehr spannend, umfangreich und detailbelastet ist nur die eine Seite, aber das sind wir von King ja schon gewohnt...trotzdem ist es riesig!
Ein Meisterwerk.

Viele Grüsse
Lyre
lyrejuenger
 

An Fans/Gegner von "The Stand"

Beitragvon Meat » Di 12.Jun.2001 18:17

Also ich würde sagen "The Stand" ist nach "Es" das beste was King zu Papier gebracht. Wieso? Weiß ich nicht so genau, lol. Der Erzählstil is toll, aber das ist typisch für King. Was etwas enttäuscht ist das Ende (vgl. "Es") und die Story is auch net die genialste (wenn ihr mich fragt ist die Idee zu "Needful Things" doch die beste) aber "The Stand" ist so verdammt interessant, dass man einfach nicht mit dem Lesen aufhören kann ("Was? Schon 5 Uhr morgens????????").

[ 13.06.2001: Beitrag editiert von: Meat ]
Meat
 

An Fans/Gegner von "The Stand"

Beitragvon Marlies » Mi 13.Jun.2001 00:33

Hi!

Ich überlege mir "The Stand" zuzulegen.
Nun wüsste ich gerne eure Meinung darüber, ob es sich lohnt. Bitte verratet nicht allzu viel über den Inhalt.
Was macht "The Stand" zu einem so besonderen Buch (wie viele behaupten)?
Ich bin schon sehr neugierig!
Marlies
 

An Fans/Gegner von "The Stand"

Beitragvon Vincent » Do 14.Jun.2001 13:52

Ich LIEBE The Stand, und ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob es besser als ES ist...

Was mich fasziniert an THE STAND (und ich finde, das wurde im Film HERVORRAGEND umgesetzt), ist die geniale Atmosphäre die herrscht!! Die Anfangsgeschichten, die Zusammenrottung, usw... Brilliant!!

Ich finde auch die Charakteren gut, und der Roman wäre nur schon ein Erfolg geworden mit der Virusgeschichte, aber mit der Einflechtung dieses Kampfes zwischen Gut und Böse, ist King echt ein Meisterwerk gelungen!!
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Beitragvon Coco » Do 14.Jun.2001 19:03

Ein herzliches Willkommen erstmal an Marlies.

The Stand ist ein superklasse Buch, daß sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.

Den Film sollte man sich, finde ich zumindest, möglichst am Stück geben und nicht in kleinen Teilen, dann ist er auch gut.

Auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen.
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Beitragvon Pennywise » So 24.Jun.2001 19:34

Ich habe mir The Stand vor kurzem zugelegt, lese aber gerade Pet Setematary. Meine Frage: Warum sagen alle, Kings Werk sei sein "Magnum Opus" (Zitat: Joachim Körber), aber The Stand besitzt fast gleichviel Seiten!

Check ich irgendwie nicht!!!
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Beitragvon Hannibal der Kannibale » Fr 29.Jun.2001 15:59

Moin,
also ich finde The Stand ist einer der größten höhepunkte in Kings Karriere. Das Buch ist spannend und fesselt einen,so dass man es am liebsten auf einem Atemzug durchlesen möchte.
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The Stand - Ungekürzte Fassung

Beitragvon LittleJanna » Do 05.Jul.2001 09:58

Hat jemand schon die erweiterte Fassung von The Stand- Das Letzte Gefecht von 1990 gelesen?
Ich bin da grad bei und mir ist mal so aufgefallen, dass da voll die Stellen rausgekürzt worden sind. Also entweder bin ich blöd oder der MEISTER hat was falsch gemacht [img]images/smiles/icon_sad.gif[/img]
Das ist doch unmöglich, oder ? :P

bye, Janna
LittleJanna
 

Rund um "The Stand"

Beitragvon Pennywise » Do 05.Jul.2001 11:03

Salü!

Hab mir vor kurzem das Buch The - Stand gekauft!

Man dachte ich, ist das dick und dann die kleine Schrift!

Meine Frage: Lohnt es sich das Buch zu lesen oder ist es ein Reinfall?
Wollte es eigentlich vor ein paar Tagen anfangenzu lesen, hab mich aber dann für "Das Mädchen" entschieden! [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]
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The Stand (Neufassung) - lohnt es sich?

Beitragvon Igor » Do 05.Jul.2001 18:24

Ich lese THE STAND schon zum 2 mal, das ist mein Favorit Nummmer 2! Bei ersten mal hab ich aber die alte Ausgabe (gekürtzte) gelesen. Dort fehlen so ca 15 Kapiteln (vielleicht auch mehr) und viele sind stark gekürzt. Aber ich fand es einfach super. Jetzt lese ich die komplette Version, und ich muss sagen es ist einfach genial. Man kann es nicht in paar Sätzen beschreiben, man muss es einfach selbst lesen. Die knapp 1200 Seiten Hochgenuss!!!
Igor
 

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