Das Böse im Menschen

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Re: Das Böse im Menschen

Beitragvon Lex o'Dim » Sa 17.Nov.2012 09:39

Ich sehe das genauso wie ihr. Jeder hat eine böse und eine gute Seite. Es hängt von vielen verschiedenen Einflüssen ab, ob die gute oder schlechte Seite stärker ist.
Bei verschiedenen Sachen kann ich es nachvollziehen, wenn jemand verschiede Marotten bekommt. Auch kann man statistisch gesehen die meisten Ursachen in der Kindheit oder Jugend finden. Aber ich kann auch nur bis zu einem gewissen Punkt verstehen und akzeptieren.
Für uns ist das wahrscheinlich nie verständlich, wenn wir entsprechendes nie erlebt haben. Außerdem muss man die individuelle Persönlichkeit eines jeden berücksichtigen.
Lex o'Dim
 

Re: Das Böse im Menschen

Beitragvon Donna Trenton » Mi 27.Feb.2013 20:36

Ich glaube, mein Ärger passt gut hier hinein.

Ich ärgere mich richtig darüber, wie Natasha Kampusch vorgeworfen wird, sie würde nur schnelle Kohle mit ihrem Schicksal machen wollen.
Ich meine, das Mädchen war zehn (!) Jahre alt, als es entführt wurde. Der Täter hatte ganz andere Möglichkeiten, in ihr Seelenleben einzugreifen, als wenn er einen Teenager entführt hätte.
Daraufhin war er bis zu ihrer Volljährigkeit erzwungenermaßen ihre einzige Bezugsperson.

Und dann wird ihr vorgeworfen, dass sie einerseits glücklich ist, geflohen zu sein und sich anderseits heulend bei seiner Beerdigung über seinen Sarg geworfen zu haben.
Ich meine, das Mädchen war zehn!

Und wenn ich heute lese, wie Leute sich aufregen, dass sie an der Geschichte verdient, kann ich nur den Kopf schütteln.
Ja, wer Geld verdient, kann nur die Ausgeburt der Hölle sein, genau.
.
Meinetwegen soll sie die Geschichte ausschlachten, bis sie Millionärin ist, das wäre eine halbwegs angemessene Entschädigung für ihren Alptraum von Jugend. Ich gönne ihr jeden Cent.
15 Gänse / 40 min.
Drei, sechs, neun, die Gans trank Wein.
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Re: Das Böse im Menschen

Beitragvon BlaineTheMono » So 17.Apr.2016 17:51

stephy hat geschrieben:Es liegt an der SEELE eines Menschen.
Es gibt Leute, denen macht es SPASS, Böses zutun. So, wie es uns Spaß macht, GUTES zutun. Das soll's wirklich geben.

Im Todesstrafe-Thread habe ich das Beispiel HITLER angeführt. Halte ich nach wie vor für sehr passend.
Wenn mir nämlich jemand erklären kann, warum Hitler böse wurde (bei einer wirklich sehr GUTEN Kindheit!), dann würde ich das hier nochmal überdenken. [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]

Jeder Mensch hat einen freien Willen. Jeder Mensch hat mal das Bedürfnis verspürt, seinem Gegenüber eine reinhauen zu müssen... Das beste Beispiel dafür eine Mutter; wie oft muß sie sich zusammenreißen um ihrem Kind keine Ohrfeige zu verpassen? Sie hat den freien Willen dazu; mach ich es oder mach ich es nicht...
Und so ist es auch mit "Bösen Menschen". Sie haben die Wahl, Böses oder Gutes zutun. Sie entscheiden sich fürs Erste...

Ich denke also wie Silke.

stephy


Da ich selbst jüdische Vorfahren habe, verabscheue ich Hitler aus tiefstem Herzen.
Ich glaube aber nicht, dass er schon böse auf die Welt kommt....kein Säugling kommt böse auf die Welt.
Ich denke, er wurde böse, weil er als Kind von seinem Vater halbtot geprügelt und von der Mutter zu sehr verwöhnt wurde...die mIsshandlungen seines Vaters weckten in ihm Bosheit und hass, die Verwöhnerei seiner Mutter vermittelte ihm das falsche Gefühl, ein Mensch zu sein der zu höherem bestimmt sei.
Allerdings kann das nicht alles sein, denn es gibt viele Kinder die prügelnden Vater und verhätschelnde Mutter haben und die werden auch nicht zu grausamen Massenmördern.
Hier kamen wohl noch andere faktoren hinzu, wie eine allgemeine moralische Verrohung der Männer im ersten Weltkrieg, Frustration durch ERfolglosigkeit in Hitlers Leben, die sich auch in Hass verwandelte.
ja, ich denke, es waren ganz viele Faktoren, die Hitler zu einem bösen Menschen machten.
Hitler hatte sich für das Böse entschieden, dabei hätte er auch einen anderen Weg wählen können, so wie jeder Mensch die Wahl hat sich für das Gute oder das Böse zu entscheiden, die FRage, warum manche sich für das Gute, andere aber für das Böse entscheiden, stellt sich mir da schon.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei manchen Menschen im Gehirn der Teil der für Empathie zuständig ist, nicht besonders stark ausgeprägt ist, das war womöglich bei so grausamen Menschen wie HItler oder Stalin oder Mao der Fall.
Bei solchen Menschen kamen zu angeborener Emapthielosigkeit wohl auch noch andere Faktoren hinzu, die zu ihrer negativen Entwicklung beitrugen, in Hitlers Fall der prügelnde Vater und der Weltkrieg.
Stephen King hat ja in der Geschichte der "Musterschüler" das Thema "wie ein Mensch böse wird" auf sehr tragische Weise beschrieben...der Musterschüler in dem Buch wurde ja durch die Schauergeschichten die der alternde SS Mörder ihm erzählte irgendwann selber zum Mörder.
Wobei man auch sagen muss, dass Todd schon vorher ein wenig komisch drauf war, ich hatte beim Lesen dieser Geschichte den Eindruck, dass er schon vor seiner Begegnung mit dem Nazi von den KZs fasziniert war, und keinerlei Empathie mit den Opfern hatte, sondern irgendwie eine perverse Faszination für das Böse
Das würde mich mal interessieren, ob ihr Todd beim Lesen auch so empfunden habt, auch das Gefühl hattet, der hatte schon vor seiner Begegnung mit Dussander ne Schraube locker.
Die FRage die ich mir beim Lesen dieser Geschichte stellte, war immer folgende: Wäre Todd auch ohne die Begegnung mit Dussander zum Mörder an Obdachlosen geworden oder hätte er sich trotz seines übermäßigen Interesses für die Verbrechen der Nazis normal entwickelt?
Ich persönlich glaube, dass er auch ohne Dussander irgendwann zum Mörder geworden wäre, da er diese perverse Faszination für das Böse hatte. Er wäre vielleicht ein paar Jahre später zum Mörder geworden, aber ich glaube er wäre es so oder so geworden, auch ohne Dussander.
BlaineTheMono
 

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