Das Ende der Saga (Extreme Spoiler!!!)

Die Saga von Roland und dem Dunklen Turm. Bestehend aus Schwarz, Drei, Tot, Glas, Wolfsmond, Susannah, Der Turm und Wind

Moderator: Roland of Gilead

Beitragvon Nimrod » Mo 06.Dez.2004 02:43

Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser gefällt auch mir das "Richtige" Ende, die Idee der Endlosschleife. Aber andere Sachen finde ich einfach unverzeihlich.
Ein Walter, ein Randolph Flagg, der wndalnde Geck, wird von ner gedankenlesenden Werspinne alle gemacht? Das unheil von tausenden Welten (und nicht ganz so vielen Büchern) bekommt im Großen Finale nur ein paar Seiten ab, in denen er da steht, wie ein dumm plappernder Trottel? Das kanns ja wohl nicht sein.
Ich hatte ehrlich gesagt eh den Eindruck, als gingen King am Ende die Ideen und die Geduld aus. Der Scharlachrote König war ein Witz, und zwar ein so schlechter, dass ich hier gar nicht näher auf ihn eingehen will. die Szene mit susanna am "ersten" Ende war fast so schlecht wie die Liebeszsene in Star Wars Episode 2 und die Einbindung von Patrick kam mir auch an den Haaren herbeigezogen vor.
Aber was ich nicht wirklich verstanden habe: Warum sollte diese Witzfigur Dandelo Pennywise sein? Er hatte aber auch so gar nichts mit ihm gemein. Finde ich zumindest.
Nimrod
 

Beitragvon Roland_Deschain » Di 07.Dez.2004 11:19

Schnie hat geschrieben: Eigentlich ein geniales Ende, bei dem man mal über sich selbst nachdenken sollte.


Genau das ist meine Ansicht vom Ende. Ich mag die Zeitschleife. Susannah in New York war furchtbar, das Kapitel hätte man sich wirklich sparen können. Aber sowohl das "Ende"davor, als Roland zum Turm geht, als auch das endgültige Ende mit der Zeitschleife sind genial. Da verzeihe ich King auch den Mist mit dem Crimson King.
Und wie Schnie sagt, man sollte über sich selber nachdenken. Der Leser hat nämlich die gleiche Entscheidung zu treffen wie Roland. Sich mit dem ersten Ende zufrieden geben und Roland allein den Turm betreten zu lassen. Bis dahin war es perfekt. Roland im Sonnenuntergang auf dem Rosenfeld, das Ausrufen der Namen, Gänsehaut.
Aber wir sind wie Roland. Wir wollen wissen, was im Turm ist. Wir lesen weiter und für viele ist es eine Enttäuschung. Wie für Roland wohl auch.
Roland_Deschain
 

Beitragvon MPretender » Di 07.Dez.2004 15:57

Ich finde das Ende, das mit der "Endlosschleife", einfach genial. Ich habe zwar nicht mit so einem Ende gerechnet, aber es hat mich in allen Belangen überzeugt. Ka ist halt ein Rad... Man hätte auch schon eher drauf kommen können :wink: Genau das richtige Ende einer so grandiosen Saga. Es regt zum Nachdenken an, bereitet einem vielleicht die eine oder andere schlaflose Nacht. Also, was will man mehr? King hat mit dem Ende vollkommen überzeugt. Auch wenn er schreibt, dass es ihm vielleicht selber nicht so gefallen hat.
MPretender
 

Beitragvon MPretender » Di 07.Dez.2004 16:05

Ich finde das Nachwort, so wie es ist, auch völlig in Ordnung. Und ich kann King sogar verstehen, wenn er schreibt, dass er auf Briefe oder vielmer wütende Briefe, nicht antworten wird, dass ja niemand auf die Idee kommen sollte ihn zu besuchen bzw. seinen Wohnort ausfindig zu machen. Ich finde das völlig legitim. Versetzt euch doch mal in seine Lage. Da schreibt er seit zig Jahren an seinem größten Werk und hat bestimmt nach Erscheinen jedes Bandes unheimlich viel negative Post bekommen. Da kann ich verstehen, dass er das nicht mehr möchte und sich weigert diese zu beantworten. Wer weiß wie diese Briefe teilweise formuliert sind, aber ich kann mir vorstellen, dass da auch viele Beleidigungen drin vorkommen. Und dass er nicht besucht bzw. gefunden werden möchte, ist doch wohl auch verständlich. Also, das Nachwort geht völlig in Ordnung!
MPretender
 

Beitragvon Coffinhunter » Di 07.Dez.2004 19:47

Glue Boy hat geschrieben:Der Crimson King als Weihnachtsmann, der mit sneetches um sich wirft und "EEEEEEEE" schreit wie der Kellner in "Gotham Café"???? Soll das ein Wiz sein?

Na die Sache mit dem Weihnachtsmannlookalike hat mir auch nicht so gepasst aber das "EEEEEE" in bezug aufs "Gotham Cafe" find ich ne spitzen Idee.Endlich weiss man warum der Oberkellner so abgeht ,nun sollte wohl klar sein wer da die Finger im Spiel hat.
Die Susannahstory im "Nooz-a-la New York" wirkte etwas aufgesetzt.
Ansonsten finde ich den Schluss gelungen ,ich fand die möglichkeit selbst zu Entscheiden wann es ausgeht schon in "Black House" klasse, wobei die verlockung weiterzulesen schon sehr gross ist und ich ihr natürlich im "Black House" sowie in "Der Turm" irgendwann unterlegen war.
Der Schluss mit der Zeitschleife ist schon sehr gut und lässt viel Platz für Interpretation, was ich persönlich an Büchern sehr schätze.
Im grossen und ganzen ein gelungener Abschluss der Serie.Wenn man das so sagen kann!?
Passend dazu noch ein Zitat vom Duracel-Hasen :"It goes on and on and on ...."
...hmpf...

"Es ist eine Kunst oder vielmehr ein Trick zu fliegen.
Der Trick besteht darin, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeisst, aber daneben."
-Douglas N. Adams

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Beitragvon Förster » Mi 08.Dez.2004 14:58

Ich kann an dem nachwort auch nicht beleidigendes finden. Er ist halt unsicher, weil er mit dem ende nicht glücklich ist (ich glaube das ist niemand). Aber er versucht zu beschwichtigen, denn es ist das richtige Ende, man soll darüber nachdenken.
Das nachwort dient nur dazu, den Leser darauf hinzuweisen, dass er das Ende nicht so gestaltet hat, weil er keine Lust oder rechte Muse mehr hatte, sondern weil es passt und gut ist (wenn auch nicht glücklich). Mit dem Nachwort bringt King rüber, dass er über dieses Ende eigentlich genauso empfindet wie der Leser und dieser sich nicht aufregen soll.
Förster
 

Beitragvon Esprit » Mi 08.Dez.2004 16:36

..ich musste natürlich auch weiterlesen und war nach erstem Schlucken eigentlich auch positiv überrascht von der Zeitschleife,das passt wirklich zu Kings Formulierung "Der Weg ist das Ziel",fast schon wieder genial ,aber meistens hat King ja beim Schluss seiner Bücher ja einige Mängel und es geht ihm am Ende die Puste aus,daher kann mans hier als genial bezeichnen oder wieder versaut..
Insgesamt bin ich ein wenig enttäuscht ,die ersten 4 ( oder auch noch 5)
Bände ließen mehr erwarten...Vielleicht wars doch der enorme Zeitdruck bei King bei den letzten 3 Bänden? :schuettel:
Esprit
 

Beitragvon Duddits » Do 09.Dez.2004 17:37

Ich hatte richtig Bammel vor dem letzten Teil, weil mich Wolfsmond und Susannah doch einigermaßen enttäuscht hatten. Ich hatte einfach das Gefühl, King weiß nach Glas nicht mehr, was er mit der ganzen Dunklen Turm Geschichte anfangen soll und vor allem wie er sie zu Ende bringen soll.

Aber jetzt bin ich doch ziemlich erleichtert. Bis auf einige Kleinigkeiten , die ich nicht so toll fand(Mordred war ja ziemlich schlapp und auch der Scharlachrote König nicht wirklich der Hammer) aber insgesamt fand ich den Turm wieder wesentlich besser als seine beiden letzten Vorgänger.

Das 1. Ende war eigentlich wirklich schön und angemessen. Es wäre ein für mich befriedigender Abschluß gewesen. Und ich habe tatsächlich zehn Minuten überlegt, hier Schluss zu machen. Aber das hat wohl keiner von uns geschafft! Oder gibt es tatsächlich einen, der hier aufgehört hat zu lesen?!

Doch auch das wirkliche Ende war in meinen Augen logisch und gut "Ka ist ein Rad" also rund und führt zum Anfang zurück.
Schnie hat geschrieben:
Ich fand das Ende perfekt! (Das richtige Ende, nicht den Teil mit dem Scharlachroten König)

Roland muss noch einmal von vorne Anfangen. Warum? Er war noch nicht reif genug! Er hätte ja gar nicht in den Turm gemusst. Der Scharlachrote König ist vernichtet und die Balken sind gerettet. Aber warum ist er dennoch rein. Ganz einfach, er war zu neugierig und eben noch nicht reif für ein anderes Ende, für einen besseren Ausgang der Geschichte. Genauso wie der Leser. Der Leser hätte auch an einer anderen Stelle mit dem lesen aufhören können. Aber er tat es nicht. Der Erzähler hat ja davon berichtet. Der einzige der Roland also in den Turm getrieben und ihn dazu verdammt hat alles noch mal von vorne zu beginnen war der neugierige Leser, der nicht dann Schluss machen konnte wann er sollte. Dieser Leser ist Rolands Verhängnis. So viel Ironie hätte ich dem „alten King“ gar nicht mehr zugetraut. Eigentlich ein geniales Ende, bei dem man mal über sich selbst nachdenken sollte.


Dem kann ich auch nur zustimmen! Und nun haben wir ja die Hoffnung, dass Roland beim nächsten Mal vielleicht doch zum letzten Mal unterwegs zum Dunklen Turm ist.

Auch Susannahs Wiedersehen mit Eddie und Jake hat mich (als alte Romantikerin) nicht so sehr gestört, wie einige andere hier. Es hat mich ein klein wenig über all die traurigen Tode vorher hinweggetröstet. Schließlich gibt es ja "andere Welten als diese" und warum sollen dort nicht Susannah, Eddie und Jake (und vielleicht auch Oy) wieder vereint sein.

Also insgesamt bin ich wirklich zufrieden. Danke Sai King
Duddits
 

Beitragvon Vannay » Do 09.Dez.2004 22:42

Moin!

Ich bin neu hier und habe bislang nur diesen Tread gelesen, deshalb bitte ich vorab um Entschuldigung, wenn ich etwas schreibe, was schon andere gesagt haben. Nach ein paar Tagen "Verdauen" des Endes der Turm-Saga würde ich aber doch gern ein paar Gedanken loswerden bzw. andere Meinungen dazu hören. Also, ich habe mir das "richtige" Ende der Geschichte von Roland und dem Turm folgendermaßen zurechtgelegt:

Ausgangspunkt ist, dass ich es als gegebene Tatsache hinnehme, dass es eine Welt gibt, in der die Zeit unumkehrbar vorwärts läuft und die man deshalb auch nicht zu beliebigen Zeitpunkten in der Vergangenheit besuchen kann. Das wird gerade im letzten Band VII mehrfach erwähnt. Es handelt sich um die Welt, in der Stephen King lebt und die Rose auf dem vormaligen Brachgrundstück von der Tet Corporation beschützt wird. Vereinfacht könnte man sie als die reale Welt ansehen, in der wir alle leben (King hat seinen Wohnsitz - wie aus dem Nachwort ersichtlich - aus nachvollziehbaren Gründen der Privatsphäre mit dichterischer Freiheit umschrieben).

Wenn diese Welt der Ausgangspunkt ist, ergeben sich daraus eine Fülle von Folgerungen: Beispielsweise hat Roland dann sein Ka-tet NICHT von dieser Welt erwählt bzw. gezogen (diese Welt[en] konnten relativ wahllos zu verschiedenen Zeitpunkten besucht werden). Das beißt sich etwas damit, dass auch in Jake's ursprünglicher Welt eine Rose auf dem Brachgrundstück steht (wie gesehen, können sich aber viele Welten durchaus ähnlich sein). Türen in Fedic, die etwa zum 11.09.2001 in New York führen, öffnen sich nicht zu dieser einen - realen - Welt.

Neben diesen sekundären Folgerungen ergeben sich aber nach meiner Ansicht zwei ganz entscheidende Ergebnisse: Stephen King ist vor dem Unfalltod gerettet worden und die Rose wird - jedenfalls auf absehbare Zeit - gut beschützt. Wenn also Roland seine Reise noch mal antreten muss, wird er wenigstens DIESE BEIDEN AUFGABEN NICHT nochmals erfüllen müssen. Denn die Zeit in der realen Welt kann auch in der neuen Zeitschleife für Roland nicht noch einmal zurückgedreht werden.

Die Rose ist eng mit dem Turm verknüpft. Ob daraus auch in Rolands Welt in der neuen Zeitschleife Folgewirkungen entstehen (etwa die Balken nicht ganz so marode sind wie beim letzten Durchlauf) vermag ich noch nicht zu entscheiden. Das mag aber vorerst auf sich beruhen.

Wichtiger erscheint mir der zweite Aspekt: Wir haben gesehen, dass Roland bzw. sein erwählter Sohn Jake quasi "nebenbei" auf der Reise zum Turm auch Stephen King gerettet haben. Das hat unumkehrbar geklappt und muss wie gesagt nicht nochmals vollbracht werden.

King hat den unbestreitbar größten Einfluss auf die Geschicke Rolands. Er mag nicht Gan sein, aber ich denke, dass King in der Lage ist, über den Inhalt des obersten Zimmers im Turm zu bestimmen, und das reicht ziemlich nahe an Gan heran. King hat sich Roland als "Schutzengel" (blödes Wort, aber ich finde grad kein anderes) erwählt, lässt sich von ihm bzw. seinen Gefährten retten. Und davon kommt King jetzt nicht mehr los.

NUR DESHALB muss Roland noch ein drittes Mal (ja, ich denke, es gab/gibt insgesamt drei Durchläufe, wovon wir den zweiten gesehen haben) in die Wüste. King hält sich eben gern ein Hintertürchen offen und möchte auch in seiner eigenen, persönlichen Zukunft hoffen dürfen, dass Roland (bzw. alte/neue Gefährten - die sind King aber nicht wirklich wichtig, wie man zumindest an der sang- und klanglosen Verabschiedung Susannahs sehen kann) ihm beisteht, wenn es mal wieder brenzlig wird. Ok, wer hätte nicht gern einen solchen "Schutzengel", aber trotzdem ziemlich egoistisch von King, findet ihr nicht auch? Insofern ist die in diesem Tread gestellte Schuldfrage bei Roland klar zu verneinen. Er wird vielmehr von King benutzt - man könnte auch missbraucht sagen - weil King Angst hat, dass Roland ein nächstes Mal nicht mehr da ist.

Zur Theorie der drei Reisen komme ich dabei folgendermaßen: King hat als junger Mann Roland "entdeckt", als Roland den Turm zum ersten Mal erreichte, und ihn gerade noch rechtzeitig für sich persönlich in die Zeitschleife gelotst (mit dem unbestimmten Gefühl, er könne diesen Mann noch einmal gut gebrauchen, was sich im Nachhinein ja auch als kluge Voraussicht herausgestellt hat). Daher das Deja vu - Gefühl von Roland nunmehr in Band VII. Jetzt muss Roland die Reise zum dritten Mal antreten, weil King nicht loslassen kann.

Roland wird erst dann frei, wenn King nicht mehr ist. Nach der Dauer der zweiten Reise hier in der realen Welt zu urteilen, dürfte Rolands dritte Zielerreichung mehr oder minder mit dem Tod Kings zusammenfallen (ich glaube, das weiß auch King, deshalb darf Roland diesmal das scheinbar so wichtige Horn dabeihaben).

Deshalb meine weitere Theorie (noch nicht ganz zu Ende gedacht): Wenn Roland zum dritten Mal den obersten Raum im Turm erreicht, wird ihn Stephen King dort erwarten, weil er in unserer realen Welt gerade gestorben ist. Und ich glaube, King wird einiges zu erklären haben. Bloß gut für King, dass Roland seine(n) Revolver am Fuß des Turms ablegt, hehe. Andererseits: Was sollte King zu erklären haben, was Roland auch nur einen Deut interessiert? Roland wird nur einen Wörterschmied vor sich sehen, der ihn, den Revolvermann, für eigennützige Zwecke missbraucht und dabei zugelassen hat, dass wieder und wieder die Ka-tets des Revolvermanns zerbrochen sind und Roland in einsamer Verbitterung zurückließen. Nein, ich glaube wirklich nicht, dass Roland und Stephen King noch Freunde werden, hehe. Von daher kann es auch gut sein, dass King lediglich in einem der letzten Zimmer herumhängt, aber nicht in dem obersten. Womit das Rätselraten erneut beginnen kann.

Auch wenn ich King damit ziemlich an den Karren fahre, ist das keineswegs böse gemeint. Schließlich hat er mich teilhaben lassen an einer der für mich beeindruckendsten Geschichten, die es überhaupt gibt (könnte sein, dass sich auch in meinem Pelz ein kleiner Egoist verbirgt, hihi). Die sieben Bände bedeuten mir allesamt sehr viel und haben mir über gar nicht wenige Jahre und viele, viele Stunden Freude bereitet. Ich bin sehr froh, dass King es geschafft hat, dieses Megavorhaben zu beenden. Insofern sage auch ich meinen aufrichtigen Dank!

Dass dabei nicht alles 100%ig stimmt, ist weder verwunderlich noch Anlass, die Saga um den Dunklen Turm insgesamt abzuwerten. Auch ich hätte gut und gerne auf die unsäglichen Harry Potter - Schnaaze verzichten können oder mir beispielsweise ein furioseres Finale mit Mordred gewünscht. Aber wichtiger scheint mir, dass King es zunächst einmal vollbracht hat (man bedenke, wie lange Tolkien an seinen Büchern herumgefeilt hat). Sollte er Zeit und Lust haben, kann er (mit etwas Abstand) meinetwegen gern eine Überarbeitung vornehmen, die ich mit Vergnügen lesen werde. Wenn nicht, ist auch gut, denn der Korpus steht. Mächtig wie ein Turm.

Stephen King gibt mir (in meiner Lesart des Endes) die Möglichkeit, mir die dritte und letzte Reise von Roland in allen Einzelheiten vorzustellen, nachdem ich Mitt- und Endwelt in groben Zügen bereits kennen lernen durfte. Wird der Revolvermann das gleiche Ka-tet auswählen, wo doch zumindest zwei Aufgaben wegfallen (Eddie wird er wohl schon wegen Blaine brauchen, oder wie kommt er sonst durch das Wüste Land)? Wird es neue Nebenaufgaben geben? Wird das Ka-tet diesmal - auf der letzten Reise - mit Roland gemeinsam den Turm erreichen? Und natürlich: Was wird Roland nunmehr im obersten Zimmer finden? Nur eines steht für mich fest: Oy ist irgendwo da draußen in Mittwelt, auch in der letzten Zeitschleife, und Roland wird ihn auch diesmal in sein Ka-tet aufnehmen. Davon bin ich fest überzeugt.

Grüße, Vannay
Vannay
 

Beitragvon Randall » Sa 11.Dez.2004 13:20

ich bin jetzt auch seit... einer stunde fertig und fühle mich auch wie viele von euch leer.
einerseits verfluche ich das ende und dass ich meiner neugier erlegen bin weiterzulesen. andererseits habe ich hoffnung dass für roland doch irgendwann alles gut wird.

ich hab aber noch ne frage die mir im kopf rumspukt. wenn das alles von vorne beginnt, lebt dann die jetzige susannah nicht mehr bei dem anderen eddie und jake? oder wird nur rolands geschichte... neu gestartet und susannah kann bei den andere leben? oder fängt ALLES wieder von vorne an? alle geschichten um und im dunklen turm wiederholen sich, somit auch atlantis (ted), das schwarze haus, schlaflos (patrick), usw. macht es auf einmal *schnipp* und susannah die gerade noch bei eddie und jake im anderen NY ist, ist plötzlich wieder im vorherigen NY? eddie sitzt wieder im flugzeug und jake schreibt nen aufsatz?
warum kommen die drei wieder zusammen, aber jake hat keinen missgestalteten hund dabei der aussieht wie ein bumbler? warum bleibt oy, bei dessem ende ich den tränen nahe war, tot? ist das nicht ungerecht?
Randall
 

Beitragvon MPretender » Sa 11.Dez.2004 15:11

Randall hat geschrieben:...ich hab aber noch ne frage die mir im kopf rumspukt. wenn das alles von vorne beginnt, lebt dann die jetzige susannah nicht mehr bei dem anderen eddie und jake? oder wird nur rolands geschichte... neu gestartet und susannah kann bei den andere leben? oder fängt ALLES wieder von vorne an? alle geschichten um und im dunklen turm wiederholen sich, somit auch atlantis (ted), das schwarze haus, schlaflos (patrick), usw. macht es auf einmal *schnipp* und susannah die gerade noch bei eddie und jake im anderen NY ist, ist plötzlich wieder im vorherigen NY? eddie sitzt wieder im flugzeug und jake schreibt nen aufsatz?
warum kommen die drei wieder zusammen, aber jake hat keinen missgestalteten hund dabei der aussieht wie ein bumbler? warum bleibt oy, bei dessem ende ich den tränen nahe war, tot? ist das nicht ungerecht?


Hallo Randall,

Also, eigentlich fängt nur Roland wieder in der Wüste an. Und es ist überhaupt nicht gesagt, dass Eddie, Susannah und Jake + Oy überhaupt wieder zu Roland stoßen werden. Es kann sich ja auch alles ganz anders entwickeln. Ich denke Susannah wird bei Eddie und Jake bleiben und ich kann mir auch vorstellen, dass bei Rolands erneutem Weg zum Turm ganz andere Leute zu ihm stoßen könnten. Immerhin hat er ja schon das Horn bei sich. Das ist ja auch schon eine Veränderung. Aber da bleibt ja Spielraum für eigene Interpretationen und was bei einem erneuten Weg Rolands zum Turm passieren könnte, weiß niemand mit Sicherheit.

Und noch was zu Deiner letzte Frage, die Susannah in New York betrifft. Eddie und Jake bleiben genauso tot wie Oy. Obwohl, Eddie ist glaube ich nicht in der fundamentalen Welt gestorben und man könnte nochmal auf ihn treffen. Aber ganz sicher ist, dass der Eddie und der Jake, die Susannah in New York trifft, nicht die sind, die zum Ka-Tet gehörten, sondern eher "Twinner" der "Originale" sind. Sonst wären Eddie und Jake ja wohl schlecht Brüder, hätten keinen anderen Nachnamen und würden Susannah sofort freudig begrüßen und erkennen. Zum anderen, wenn Du aufmerksam gelesen hättest, schreibt King, dass wohl bald noch ein Hund auftauchen wird, der Oy sehr ähnlich ist.
MPretender
 

Beitragvon Randall » Sa 11.Dez.2004 15:28

jaja, dass sie sowas wie twinner sind wusste ich schon, aber ich hab anscheinend die stelle mit dem oy-ähnlichen hund überlesen :D
Randall
 

Beitragvon Shakagra » Sa 11.Dez.2004 19:41

so.. auch fertig...
oh man, das ende is wirklich eines, was einem ne ganze menge zu denken gibt.
grob gesagt seh ich die sache so wie schnie.
nicht nur roland ist davon besessen, den turm zu erklimmen um nachzuschauen was im obersten stock ist. ich, der leser, bin es auch.
ich wollte, dass ich roland dabei "zusehe", wie er sein ziel erreicht, weil DIES die ganze reihe über mein eigenes ziel war.
Roland hatte seine chance, er brauchte den turm nicht erklimmen. er hatte auch schon so gewonnen, die welten gerettet. alles was sich weitergedreht hatte würde wiederkehren. aber nein, er musste alles was er erreicht hatte, alle siege und alle opfer, erneut aufs spiel setzen um sein eigenes ziel zu erreichen.
der leser selbst hatte auch die wahl. er konnte roland allein im turm zurücklassen und ein halbwegs freudiges ende genießen. alle welten waren gerettet, roland an seinem ziel angekommen, susannah, eddie und jake wieder vereint.
aber nein, ich musste weiterlesen. mit solch einem ende hätte ich mich nie zufriedengegeben. und daher musste ich nun akzeptieren, was king schrieb. weil es die wahrheit war
der weg ist das ziel, aber mir war der turm wichtiger als der weg zu ihm. mir war wichtiger ins oberste zimmer des turmes zu blicken, als mich mit dem zufrieden zu geben, was erreicht worden war.

was heißt das nun für einen selbst? war man auch noch nicht reif, den turm zu erklimmen?

"Ihr seit die grimmig Erfolgsorientierten, die nicht glauben, dass der Weg das Ziel ist, selbst wenn man es euch noch so oft bewiesen hat. Ihr seit die Unglücklichen, die körperliche Liebe mit dem kümmerlichen Ejakulieren verwechseln, das das Ende des Liebesakts bezeichnet [...]"

Aber Enden sind herzlos. Ein Ende ist eine geschlossene Tür, die kein Mensch (...) öffnen kann."


Wir wollten ein Ende, vor dem uns selbst der Autor gewarnt (oder in Versuchung geführt?) hat.
Shakagra
 

Beitragvon Garraty » So 12.Dez.2004 22:17

Hallo, aufgrund der Hektik zum Jahresende habe ich es erst heute geschafft das Buch zu Ende zu lesen.

Also: Das Ende mit der Zeitschleife fand ich einfach genial, allerdings war diese Richtung, nachdem ich auch die zweite Version von Schwarz gelesen habe, schon abzusehen, nachdem R.F. alias Walter es mehrmals am Ende des Buches in der neuen Version andeutet. Allein schon die neue Überschrift am Anfang der neuen Version von Schwarz "Wiederaufnahme" …es passt einfach alles perfekt zusammen und daher fand ich es wirklich ein sehr gelungenes Ende oder besser eine gelungene „Wiederaufnahme“.

Wirklich schlecht fand ich nur das Ende der Feinde. Walters Rolle wurde mir viel zu nebensächlich beendet. Das wäre noch o. k. gewesen, wenn dann zumindest der "Spinnenjunge" einen tollen Showdown gehabt hätte, der dann das Ende von R.F. topt.... (der hätte z. B. Susana einen würdigen Tod auf dem „Schlachtfeld“ bereiten können...) - wahrscheinlich wurde das Buch einfach zu lang und das siebte sollte halt das letzte sein.
Trotzdem hätte ich mich hier auf mehr gefreut.

Ein Trost ist, nachdem Roland den Gang zum Turm scheinbar schon zahlreiche Male wiederholt hat und noch mindestens einmal wiederholen muss, ich mir wunderbar vorstellen kann, dass es bei anderen Durchgängen diese Details anders und nach meinem Geschmack wären. Schließlich unterscheiden sich die beiden Versionen von Schwarz in einigen Punkten und trotzdem passen beide Versionen in die Zeitschleife. Im Prinzip muss ja Roland in jedem Durchgang „nur“ überleben, die Balken retten und der Turm erreichen – also war/ist vieles möglich und das beruhigt mich irgendwie.

Für Roland wir die Suche wohl erst vorbei sein, wenn er die Balken und den Turm wieder einmal gerettet hat und aufhört zu versuchen (möglicherweise hilft im ja das Horn dabei, zumindest hat der wieder eine Chance), eine Antwort auf das „Warum“ zu finden. Wahrscheinlich gibt es diese Antwort für ihn einfach nicht bzw. es kann sie nicht geben, weil sie dem menschlichen Geist nicht zugänglich wäre. (bereits in Schwarz erklärt uns Walter, das gewisse Dinge unseren Horizont übersteigen. Nach meiner Meinung wird Roland dann seinen Seelenfrieden finden.

Trotzdem King hat mich über viele Jahr sehr gut unterhalten - ich sage meinen DANK.
Garraty
 

Beitragvon Randall » Mo 13.Dez.2004 12:27

Vannay hat geschrieben:NUR DESHALB muss Roland noch ein drittes Mal (ja, ich denke, es gab/gibt insgesamt drei Durchläufe, wovon wir den zweiten gesehen haben)




dessen bin ich mir jetzt nicht so sicher dass es drei durchläufe gibt. denn sachen wie:

"Trotzdem werden sie (die Revolver) wieder dir gehören"
"Wie viele Male war er schon diese Stufen hinaufgestiegen..."
"Wie viele Male hatte er eine Schleife zurückgelegt..."
">>Bitte nicht wieder!<<"
"Du machst weiter"
"Und jedes Mal vergisst du das letzte Mal. Für dich ist jedes Mal das erste Mal."
"...durch jene, die er stets suchte, durch jene, die er stets fand."



das hört sich für mich nicht so an, als wenn dies erst sein zweiter durchlauf wäre, sondern schon viele davor waren. Aber ich denke, dass es sein kann, dass dieser durchlauf, durch den wir ihn begleitet haben, einer der letzten sein wird.
Randall
 

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