Roland´s Revolver

Die Saga von Roland und dem Dunklen Turm. Bestehend aus Schwarz, Drei, Tot, Glas, Wolfsmond, Susannah, Der Turm und Wind

Moderator: Roland of Gilead

Re: Roland´s Revolver

Beitragvon Ka-Mai » Sa 17.Nov.2012 20:30

Hier in Absurdistan soll was einfach sein?
Hier in Deutschland ist doch die Bürokratie erfunden worden!
Außerdem gilt es als chic, gegen alles zu sein, was mit Schußwaffen zu tun hat.

Wißt ihr, letztens kam die Folge von Star Trek, wo es um Admiralin Satie ging, und Picard sagte was Sinniges:
"...Angst und Schrecken verbreiten im Namen der Rechtschaffenheit" Wahre Worte
Wir werden uns noch Türen zu Rolands Welt herbeisehnen...
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Re: Roland´s Revolver

Beitragvon humppa » Fr 09.Okt.2015 21:31

Sorry, dass ich diesen alten Beitrag nochmal ausgrabe...

Aaaaber...

Als Roland in "Drei" nach NY kam ging er in den Waffenladen und besorgte sich dort über Jack Mort einige Murmeln im Kaliber .45 - es sind Revolver. Daher ist das Kaliber .45Colt wohl das gemeinte Kaliber. Allerdings fängt hier bei Herrn King etwas ungenaues an... die alten .45Colt Revolver wurden mittels eines Entladestiftes entladen, welcher seitlich am Waffenlauf angebracht war. Roland´s Waffen lassen jedoch die komplette Trommel ausschwenken. Somit scheidet ein "originärer" .45Colt Revolver wohl aus. Derartige Waffen wurden erst später von Smith & Wesson bzw. von Colt Arms gebaut. In geläufigen Kalibern wie .357Mag, .44Spec./Mag. oder .45Colt.

Ich denke, dass sich die Revolver von Roland an keinen "in dieser Welt" erhältlichen Revolvern ähneln - zumal ja mehrmals erwähnt wurde dass diese von Generation zu Generation weitervererbt werden.

Meiner Meinung nach sind die Waffenkenntnisse vom Meister unzureichend. Die alten Waffen wurden lediglich auf Schwarzpulver beschossen und sind auch nur hierfür gebaut. Die Murmeln die Roland in NY erhält sind offentlich neueren Datums und wurden vermutlich mit Nitrozellulosepulver gebaut. Das Abfeuer von NC Pulver aus einer Schwarzpulverwaffe birgt immer die Gefahr einer Lauf- bzw. Waffensprengung.
Daher muss ich hier klugscheißerisch anheim stellen, dass King vermutlich nicht viel Ahnung über Waffen hat oder es für den Meister einfach sekundär ist, welche Waffen verwendet werden - solange es scheppert ist es gut.

Woher hab ich diese Weisheiten? - Ich bin seit Jahren Sportschütze und interessiere mich nebenbei noch für Schusswaffen im Allgemeinen.

Vielleicht gibt es ja noch andere Denkanstöße... :wink:
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Re: Roland´s Revolver

Beitragvon Stockerlone » Fr 09.Okt.2015 21:58

Ein Thread den ich bisher übersehen habe....

Von einem befreundeten US Künstler habe ich letztes Jahr diese phantastische
DT Waffen Zeichnung bekommen...

Spoiler: zeigen
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Re: Roland´s Revolver

Beitragvon Ka-Mai » So 25.Okt.2015 22:35

humppa hat geschrieben:Sorry, dass ich diesen alten Beitrag nochmal ausgrabe...

Aaaaber...

Als Roland in "Drei" nach NY kam ging er in den Waffenladen und besorgte sich dort über Jack Mort einige Murmeln im Kaliber .45 - es sind Revolver. Daher ist das Kaliber .45Colt wohl das gemeinte Kaliber. Allerdings fängt hier bei Herrn King etwas ungenaues an... die alten .45Colt Revolver wurden mittels eines Entladestiftes entladen, welcher seitlich am Waffenlauf angebracht war. Roland´s Waffen lassen jedoch die komplette Trommel ausschwenken. Somit scheidet ein "originärer" .45Colt Revolver wohl aus. Derartige Waffen wurden erst später von Smith & Wesson bzw. von Colt Arms gebaut. In geläufigen Kalibern wie .357Mag, .44Spec./Mag. oder .45Colt.

Ich denke, dass sich die Revolver von Roland an keinen "in dieser Welt" erhältlichen Revolvern ähneln - zumal ja mehrmals erwähnt wurde dass diese von Generation zu Generation weitervererbt werden.

Meiner Meinung nach sind die Waffenkenntnisse vom Meister unzureichend. Die alten Waffen wurden lediglich auf Schwarzpulver beschossen und sind auch nur hierfür gebaut. Die Murmeln die Roland in NY erhält sind offentlich neueren Datums und wurden vermutlich mit Nitrozellulosepulver gebaut. Das Abfeuer von NC Pulver aus einer Schwarzpulverwaffe birgt immer die Gefahr einer Lauf- bzw. Waffensprengung.
Daher muss ich hier klugscheißerisch anheim stellen, dass King vermutlich nicht viel Ahnung über Waffen hat oder es für den Meister einfach sekundär ist, welche Waffen verwendet werden - solange es scheppert ist es gut.

Woher hab ich diese Weisheiten? - Ich bin seit Jahren Sportschütze und interessiere mich nebenbei noch für Schusswaffen im Allgemeinen.

Vielleicht gibt es ja noch andere Denkanstöße... :wink:


Ja, da war der Master of Disaster wirklich etwas nachlässig.
Aber selbst in "gods own country" gab es mehr als Peacemaker, wie du sagtest S&W, Melvin & Hubbert (oder so) eingeschleppte europäische Revolver (sogar deutsche) und ich meine gelesen zu haben, daß Colt nicht die ersten Hinterlader rausbrachte. Von den vielen Kalibern, die heute kaum noch einer kennt, ganz zu schweigen
Bei Rolands Püstern wird er einiges zusammengeworfen haben
Daß er 1911er als "lächerliche Waffe" Roland in den Mund schiebt, dafür würde ich ihm die Ohren langziehen, aber meine Arme reichen nicht bis Maine ;)
.357 gabs erst im 20. Jahrhundert, von Elmer Keith maßgeblich mitentwickelt, was es schon gab war .36

@Stockerlone: der obere ist ein Mix aus Vorder- und Hinterlader, der untere hat ein arg kurzes Abzugszüngel, aber da kann jemand zeichnen. Was sagt Freund humppa dazu?
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Re: Roland´s Revolver

Beitragvon humppa » Fr 30.Okt.2015 21:52

Hallo Ka-Mai!

Da hast du recht. Allerdings sei erwähnt, dass es sich bei vielen alten Revolvern um Randpatronen mit Randfeuerzündung handelt (ähnlich der heute geläufigen .22lr). Diese können jedoch nicht so einfach wiedergeladen werden. Ich erinnere mich, dass King geschrieben hat, es handle sich um schöne neue Messingpatronen, deren Hülsen noch nie wiedergeladen wurden; dies lässt imo auf Patronen mit Zentralfeuerzündung schließen. Da geht das Wiederladen verhältnismäßig einfach von statten.

Ich habe das bzgl. Colt lediglich der Einfachheit halber geschrieben, da ich hier nicht unbedingt auf sämtliche Kuriositäten eingehen möchte; Stichpunt: Kavalerierevolver des deutschen Reiches bzw. der K&K Monarchie - dort wurden IIRC bereits vorher Hinterladerrevolver verwendet.

Aber auch hinsichtlich der Kaliber gibt es vieles was nicht korrekt dargestellt wurde. So wird Elmer Chambers Pistole (?) - es ist in den Büchern nur von er "Auto" die Rede - im Kaliber .44 angegeben. Die von dir beschriebenen 1911 Colts waren (meist) im Kaliber .45 ACP erhältlich.

Ich vermute immer noch, dass King nur rudimentäre Kenntnisse über Schusswaffen besitzt. Für mich auch keine Problem. Muss ja nicht jeder sowas wissen, aber es fällt nur auf, wenn man sich etwas mit der Thematik beschäftigt.
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Re: Roland´s Revolver

Beitragvon Ka-Mai » So 01.Nov.2015 20:46

Ja, bei der Ruger mixt er ziemlich.
Einerseits hat Ruger Revolver gebaut in .44 (nicht nur)
Andererseits Pistolen - eher in .45 (nicht nur)
Wenn er so begeistert ist von .44, warum hat er Jake keine AutoMag mitgegeben? Die gabs Ende der 70er schon, so oder so ist das heftig für - sagen wir es ruhig - Kinderhände
Stelle sich einer nen 13jährigen mit einer Desert Eagle vor :shock: Die ist schon das sanfteste, was man in .44 schießen kann, aber schon groß genug für Erwachsene...

Ja, die 1911er :) .45 ist halt DAS Kaliber dafür. Der Run auf 9mm ging erst in den 80ern los
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