17.01.2005, 08:05
Ahoi.
Ich habe mich jetzt durch diesen langen Thread (comala- groß- groß)
gekämpft und möchte mal meine Meinung kundtun:
Ich denke, der Großteil versteht das mit der Schleife nicht richtig.
Ja, der Turm schickt Roland zurück. Aber... er schickt nicht den Roland zurück, der den Turm bestiegen hat... er macht Schnipp und alles, was passiert war, seit Roland Brown, den Grenzbewohner hinter sich gelassen hatte, ist UNGESCHEHEN. Die Rettung des Turms ebenso wie der Tod und Wahnsinn des Scharlachroten Königs, die Geburt von Mordred, das Ziehen der Drei etc...
Folgerichtig wird auch beim nächsten Durchgang, wenn Roland durch die letzte Tür gehen, er wieder "zurückgeschickt". Aus diesem Kreislauf gibt es nur wenige mögliche Ausbrüche: Rolands Tod, der Turm fällt oder Roland beschließt, den Turm nicht zu betreten, oder aber, zumindest nicht bis zur letzten Tür zu gehen.
Warum legt er seinen Revolver am Fuße des Turms ab? Dieses für einen Revolvermann UNTYPISCHE Verhalten muss vom Turm kommen und wozu? Ich denke, damit sich Roland nicht beim Erkennen die Kugel gibt. Der Turm ist gerettet, der SK vernichtend geschlagen... theoretisch könnte dies Roland dann auch tun.
So gesehen könnte auch die Bedeutung des Horns erklärt werden: Das Horn ist ein Sigul für Roland, um zu erkennen, den Turm nicht besteigen zu müssen. Es wird die Möglichkeit erörtert, dass die Welt wiederhergestellt werden kann, möglicherweise Gilead wiedererstehen kann... Das Horn kann man als Sigul für Roland sehen, der das im letzten Moment erkennt, bevor er die Tür "ROLAND" berührt. Seine Waffe mag er wieder und wieder vor dem Turm zurücklassen, das Horn des Eld nicht.
(Ich denke, eine durchaus interessante Theorie.)
Zu Susannah, Eddie, Jake und Oy möchte ich nichts weiter sagen außer: "Es gibt andere Welten als diese." Diesen Satz Jakes sollte man nicht vergessen.
A jar.
Ach so... zu der Saga insgesamt. Es wurde schon oft angesprochen und auch ich empfinde, zwischen Band IV und V gibt es einen Bruch. Er wird sorgfältig von Stephen King durch Lud, Blaine und Topeka eingeleitet, und abgeschwächt durch die lange Beschreibung der Calla (Commala- Tanz) aber die Radikalität dieses Bruchs würde ich so beschreiben: Band I - IV sind eher Fantasy/Western- Romane, mit einer Romantik, die nur in solchen Romanen möglich ist. Eine kalte und sehnsüchtige Romantik. Band V - VII sind eher SciFi/Fantasy- Romane, denen eine kühle Distanziertheit innewohnt, die auch durch die Wege, die man mit dem Ka-Tet gegangen ist, nicht genommen werden KANN, weil es eben in der Natur solcher Romane liegt, kühler zu sein. SciFi sind Romane, in denen Maschinen eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Und trotz Filme/Geschichten wie A.I. und "Der 200 Jahre Mann" bleibt die KI eine KI. Es fehlt das Gefühl, die Romantik der Vergangenheit.
Ich wage mir gar nicht vorstellen, wie das in den USA, wo der Westen Wirklichkeit war, aufgefasst wird.
Anders gesagt: Ich könnte mir in den Bänden II - IV als Eddie Dean einen Terence Hill alias Nobody vorstellen. In den Bänden V - VII nicht. Und das ist der Bruch, den jeder vermutlich ein bisschen anders einordnen würde, aber ich empfinde ihn so. (Das ist jetzt doch länger geworden, als ich dachte, und ich erflehe Eure Verzeihung.)
Ich habe mich jetzt durch diesen langen Thread (comala- groß- groß)

Ich denke, der Großteil versteht das mit der Schleife nicht richtig.
Ja, der Turm schickt Roland zurück. Aber... er schickt nicht den Roland zurück, der den Turm bestiegen hat... er macht Schnipp und alles, was passiert war, seit Roland Brown, den Grenzbewohner hinter sich gelassen hatte, ist UNGESCHEHEN. Die Rettung des Turms ebenso wie der Tod und Wahnsinn des Scharlachroten Königs, die Geburt von Mordred, das Ziehen der Drei etc...
Folgerichtig wird auch beim nächsten Durchgang, wenn Roland durch die letzte Tür gehen, er wieder "zurückgeschickt". Aus diesem Kreislauf gibt es nur wenige mögliche Ausbrüche: Rolands Tod, der Turm fällt oder Roland beschließt, den Turm nicht zu betreten, oder aber, zumindest nicht bis zur letzten Tür zu gehen.
Warum legt er seinen Revolver am Fuße des Turms ab? Dieses für einen Revolvermann UNTYPISCHE Verhalten muss vom Turm kommen und wozu? Ich denke, damit sich Roland nicht beim Erkennen die Kugel gibt. Der Turm ist gerettet, der SK vernichtend geschlagen... theoretisch könnte dies Roland dann auch tun.
So gesehen könnte auch die Bedeutung des Horns erklärt werden: Das Horn ist ein Sigul für Roland, um zu erkennen, den Turm nicht besteigen zu müssen. Es wird die Möglichkeit erörtert, dass die Welt wiederhergestellt werden kann, möglicherweise Gilead wiedererstehen kann... Das Horn kann man als Sigul für Roland sehen, der das im letzten Moment erkennt, bevor er die Tür "ROLAND" berührt. Seine Waffe mag er wieder und wieder vor dem Turm zurücklassen, das Horn des Eld nicht.
(Ich denke, eine durchaus interessante Theorie.)
Zu Susannah, Eddie, Jake und Oy möchte ich nichts weiter sagen außer: "Es gibt andere Welten als diese." Diesen Satz Jakes sollte man nicht vergessen.
A jar.
Ach so... zu der Saga insgesamt. Es wurde schon oft angesprochen und auch ich empfinde, zwischen Band IV und V gibt es einen Bruch. Er wird sorgfältig von Stephen King durch Lud, Blaine und Topeka eingeleitet, und abgeschwächt durch die lange Beschreibung der Calla (Commala- Tanz) aber die Radikalität dieses Bruchs würde ich so beschreiben: Band I - IV sind eher Fantasy/Western- Romane, mit einer Romantik, die nur in solchen Romanen möglich ist. Eine kalte und sehnsüchtige Romantik. Band V - VII sind eher SciFi/Fantasy- Romane, denen eine kühle Distanziertheit innewohnt, die auch durch die Wege, die man mit dem Ka-Tet gegangen ist, nicht genommen werden KANN, weil es eben in der Natur solcher Romane liegt, kühler zu sein. SciFi sind Romane, in denen Maschinen eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Und trotz Filme/Geschichten wie A.I. und "Der 200 Jahre Mann" bleibt die KI eine KI. Es fehlt das Gefühl, die Romantik der Vergangenheit.
Ich wage mir gar nicht vorstellen, wie das in den USA, wo der Westen Wirklichkeit war, aufgefasst wird.
Anders gesagt: Ich könnte mir in den Bänden II - IV als Eddie Dean einen Terence Hill alias Nobody vorstellen. In den Bänden V - VII nicht. Und das ist der Bruch, den jeder vermutlich ein bisschen anders einordnen würde, aber ich empfinde ihn so. (Das ist jetzt doch länger geworden, als ich dachte, und ich erflehe Eure Verzeihung.)